Pädophile Frauen: Das Kanalratten-Manifest

Siehe auch unten den Kommentar einer bekennenden Lesbierin.

In den achtziger und wohl auch noch im Laufe der neunziger Jahre existierte in Berlin unter dem Namen „Kanalratten“ eine lesbisch-pädophile Wohngruppe, die das Zusammenleben mit minderjährigen Mädchen und den Vollzug pädosexueller Kontakte mit ihnen zu ihrer Lebensform machte oder machen wollte. Sie erhielt offenbar 1989 sogar die Gelegenheit, ein Manifest im Autonomen Frauenkalender zu veröffentlichen. Anfangs der 90er Jahre wollte sich die Gruppe mit einem eigenen Stand an einem Lesbentreffen vertreten, um diese Art der „Liebe“ zu propagieren. Sie fiel jedoch allsbald der Aechtung unter ihresgleichen anheim.

In den Prospekten für die späteren Lesbentreffen („Lesbenfrühling“ und „Lesbenpfingsten“) wurden „pädophile Lesben“ von der Teilnahme ausgeschlossen. Die von ihnen propagierte „Liebe“ zu Mädchen wurde als Gewalt bewertet. (So in der Lesben-Frühlingstreff-Broschüre 1992/3 sowie im LFT-Programmheft 1992). 1999 sprach Stephanie Kuhnen in ihrer Lesben-Satire von „…pädophile[n] Lesben, die vor unzähligen Jahren auch mal einen Stand beantragt haben. Das wird ihnen heute noch so übel genommen, dass sie in jedem Heft eine extra Erwähnung finden, obwohl es sie schon lange nicht mehr in dieser organisierten Form gibt.* Auf der Webseite für das Lesbenfrühlingstreffen 2001 in Rostock setzte man sich noch immer von pädophilen Lesben ab.**

Kanalratten-Manifest

(aus dem Autonomen Frauenkalender 1989)

Wir definieren weibliche Pädophilie als die Liebe zwischen Mädchen und erwachsenen Frauen, welche freiwillig ist und sexuelle Befriedigung einschliesst. Es ist nicht eine Form der Herrschaft über andere Leute, da es eine Lebensweise ist, in der wir kein Bedürfnis haben, Kinder zu dominieren oder zu besitzen.

 Wir wünschen ohne Macht über Kinder zu leben, und ohne die leblose Sexualität der Erwachsenen. Erwachsenen-sexualität bedeutet die Zerstörung des Lebens und der Umwelt. Die Zerstörung der Umwelt geht der Zerstörung der kindlichen Sexualität voran. Beziehungen zu Kindern, die nicht zu den erlaubten Kategorien „Familie“, „Kinderaufzucht“, „Heim“ und „Erziehung“ gehören, sind nicht erlaubt und werden kriminalisiert. Jeder Versuch, aus dieser tödlichen Maschine auszubrechen wird verhindert. Wir betrachten Kontakte, welche Druck, Zwang, Erpressung oder Prohibition beinhalten, als Fälle von Gewalt, und nicht von Pädophilie. Jene, die behaupten, dass Pädophilie aus Missbrauch, Vergewaltigung und sadistischer Gewalt bestehe, führen die faschistische Diskriminierung der pädophilen Liebe fort. Für uns hingegen ist es faschistisch, Kinder in Familien einzusperren, so dass keine anderen Beziehungen möglich sind. Pädophilie ist unser einziges Mittel zu verhindern, dass Mutterschaft die einzige erlaubte Form des Zusammenlebens mit Kindern ist. Wir greifen die vergewaltigenden Väter an, lassen es aber in keiner Weise zu, dass wir in eine mütterliche Gewalt/Abhängigkeits-beziehung gezwungen werden. Wir verlangen, dass man Kindern eher Rechte als Schutz gibt, so dass sie aus Familien fliehen können, die sie nicht mögen oder wo sie misshandelt werden.

Die Emanzipation der Frauen ist nicht möglich ohne die Emanzipation der Kinder und der Kindheit. Eine befriedigende Sexualität kann nicht erlangt werden ohne die verbotenen/unterdrückten Themen der lesbischen und der kindlichen Sexualität zu diskutieren; ohne die Aufteilungen zwischen Körperzonen, Sexualität und Zärtlichkeit, sexuellen und nicht-sexuellen Bereichen, Altersunterschieden und Arbeit abzuschaffen. Mit ihnen wird versucht, jedes Mädchen und Frau von ihrer Sexualität zu trennen, so dass sie später nur noch als Spermaempfänger und Mütter funktionieren können.

Mädchen werden durch Erwachsene zerstört, so dass ihr Widerstand gebrochen wird und sie sich als Opfer behandeln und beschützen lassen. Sie müssen mit allem Vorlieb nehmen bis sie nachgeben und nicht länger fähig sind, dem Machostaat zu widerstehen. Dann geben sie diese Unfähigkeit an andere Mädchen weiter, anstatt sich mit ihnen zu vereinen und Widerstand anzubieten.

Missbrauchte Kinder werden in Kategorien eingeteilt. Ein grosses Aufhebens wird um jene gemacht, die in die Gesellschaft reintegriert werden können, aber Kinder, die sogar den widerlichsten Sozialarbeitern widerstehen, oder unberechtigter Einmischung in ihr privates Leben, bekommen keine Unterstützung. Sie werden auf die Strasse gestellt, bekommen mit Drogen zu tun, werden in Prostitution verwickelt, versuchen Selbstmord, oder sie enden ziemlich schnell in Heimen, im Kreislauf der Kinderpsychiatrie, oder sie werden aufs Neue durch Familien zerstört. Sogar freiwillige Beziehungen enden vor Gericht oder unter der Kontrolle der Kinderschutz-Agenturen, die dann den Kontakt verbieten, die Kinder in Psychotherapien stecken, oder sie in Heimen, psychiatrischen Einrichtungen und Gefängnissen platzieren. Die Kinder werden gezwungen mit Erwachsenen in erstickenden Beziehungen zusammen zu leben, wo keine Sexualität erlaubt ist.

Nichts von dem wird als Missbrauch erachtet. Wenn die Dinge schief laufen, wird diese Lüge sichtbar und es wird von Manipulation gesprochen, von Abhängigmachen, Macht usw., ohne dass die Natur der Beziehung in Frage gestellt wird, in der die Erwachsenen selber gefangen sind.

Fast alle Frauen, die zärtliche und sexuelle Gefühle für Kinder haben, fürchten sich davor, ihren Wünschen und Bedürfnissen nachzugeben und auf diejenigen der Kinder einzugehen, weil diese Beziehungen legal verfolgt werden und ihre sozialtherapeutische Natur zerstört wird. Fast allen gegenwärtigen Kampagnen, die angeblich gegen „sexuellen Missbrauch“ gerichtet sind, geht es nur um die Straffung der konventionellen Moral, die Unterdrückung unserer Sexualität und um die Kontrolle der Kinder. Durch eine Haltung wie in Isolationshaft gelingt es, das Mädchen davon abzuhalten, sexuelle Erfahrungen zu machen, selber etwas auszuprobieren, um heraus zu finden, was sie gern hat und was nicht. Stattdessen werden ihr komplett fremde Wünsche übergestülpt, angeblich nur, um sie zu schützen.

Sie wissen, dass Kinder sexuell erregt werden können, aber sie verbieten sexuelle Befriedigung. Keine Opposition zu Familien, Schulen, Heimen, und die ganze moralische Welt bleibt erhalten, ja ihr Einfluss verbreitet sich noch weiter.

Spezielle Kurse für Lehrer, Trainingsprogramme um Kindergartenkinder zu lehren, „nein“ zu sagen, und andere solche Vorkehrungen, um Kinder zu schützen, sind Machenschaften, um Erwachsene und den Staat zu schützen, weil sie den Kindern nicht erlauben, „ja“ zu sagen. Sie sind der Ersatz oder die Ergänzung für männliche Gewalt. “Wir“ sind die Opfer, wenn „Wildwasser“-Frauen, Emma Journalistinnen, und andere Kampagnemacherinnen nicht unterscheiden zwischen Beziehungen, die auf gegenseitigem Konsens, und solchen die auf Gewalt basieren. Aber sie zwingen uns, nach ihrer Idee zu leben, die sie für passend halten für unsere modernen Zeiten. Wir wollen nicht, dass irgendwelches Staatsgeld an die „Wildwasser“ gegeben wird, noch wollen wir, dass den Pädagogen geholfen wird, uns zu kontrollieren, sondern wir wollen mit Kindern leben.

Die Diskussion wird fortgesetzt.

Kanalratten, Berlin, 1989

Aus dem Englischen übersetzt durch Montebasso.

 

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Zum neuesten Stand siehe:
Bindende Beschlüsse des Lesbenfrühlingstreffens, Stand Juni 2014:
„Faschistischen und pädophilen Lesben wird die Teilnahme am Lesbenfrühlingstreffen untersagt.“ http://www.lesbenfruehling.de/de/themen/lft-beschluesse.html?file=files/data/lf_ev/pages/themen/lft_beschluesse/Bindende_Beschluesse_Stand_Juni_2013.pdf

*) Stephanie Kuhnen: Rettet die Delphine. Lesbische Lästereien. 1999. S.86

**) Ueber die in Lesbenkreisen damals üblich gewordene Sprachregelung orientiert eine studentische Qualifikationsarbeit:http://www.genderstudies-hamburg.de/fileadmin/user_upload/reader-und-arbeiten/hausarbeit-bentrup-sose-2006.pdf (weitere Literaturhinweise dort).

 

Quelle:

https://www.brongersma.info/index.php?title=The_Kanalratten_manifesto

abgerufen: 16.5.2014.

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19 Antworten zu Pädophile Frauen: Das Kanalratten-Manifest

  1. Rita schreibt:

    Ich finde zärtliche Sexualität zwischen erfachsene Frauen und Mädchen ab 10j.
    das schönste auf der Welt. Mädchen sind
    total glücklich in einer solche Beziehung
    und das tut beiden Seite gut. Die heutige Gesellschaft kommt mir sehr heuchlerisch
    vor. Einerseits findet SM-Praktiken zwischen
    Erfachsenen völlig Ok; anderseits ist gegen
    absolut zärtliche Sexualität zwischen erfachsene Lesben und Mädchen „schlimm“.
    Ich hatte nie das Gefühl, dass etwas krankes
    dabei ist. Wenn Kinder von Erfachsenen vergewaltigt werden(also Mädchen penetriert
    werden) dann gibt es nur kuschelstrafe für
    den Täter. Denn solche Vergewaltiger verdienen nur eine Strafe, Kastration ohne
    Betäubung.

    Doch Sexualität zwischen erfachsene Lesben
    und junge Mädchen heißt lange nicht Penetration! Zärtliche, liebevolle Berührungen
    sind sehr gesund und entspannend für Mädchen! Aber die heutige Gesellschaft ist
    ziemlich „affig“ eingestellt. Sie fand früher Lesben schlimm und nun richtet sich gegen
    zärtliche Sexualität.

    Meine Mädchen sollen niemals erfahren was
    Penetration, Vergewaltigung, Kinder gebären,
    Keiserschnitt, vaginale oder anale Ausdehnung heisst. Davon ist die Gesellschaft sehr sehr reichlich „ausgestattet“!

    Kein Wunder, dass die Welt so krank ist.
    Kriminalität, Gewalt, Kriege, Vergewaltigung-
    auch aus religiöser Überzeugung, Umweltverschmutzung, durch Atomtests Abgas, Industrie, chemischer Abfall, Abfall
    in Weltraum, etc,etc. Deshalb hat die Erde
    hohen Fieber! Die Erde ist krank.Sehr krank!

    Politiker sind absolut machtlos gegen diese
    „Entwicklung“ der Erde! Sie richten sie sich lieber mit der absolut zärtlich, lesbische Pädophilie damit die Gesellschaft vom
    Schlimmste ablenkt: Das Klimawandel!
    So Dumm ist die Volksmasse! Denn sie glaubt an ihren Politiker die sich als Versager und Lügner erwiesen haben.

    Und somit geht dieses Weltsystem zu Abgrund und zwar bald-spätestens in 100
    Jahren ab heute.

    An die Volksmasse: Glaubt an Ihren Politiker
    und werdet belogen und betrogen von denen,
    das braucht ihr offenbar. Darum geht wieder abstimmen.

  2. Martin Montebasso schreibt:

    Danke dir dafür, Rita, dass Du einen Kommentar geschrieben hast. Für den Inhalt kann ich dir allerdings nicht vorbehaltlos danken, aber für den Mut und die Ehrlichkeit, ihn zu veröffentlichen, schon. Bin gespannt auf Stellungnahmen dazu. Vor allem, ob Fragen kommen. Die grosse Zahl an Aufrufen dieser Seite lassen nämlich auf ein riesiges Interesse an diesem Thema schliessen.

    Was mich am meisten interessieren würde ist, wie denn die Mädchen, die in die „zärtliche Gemeinsamkeit“ der besagten Art einbezogen werden, darauf reagieren. Wie sie es hinterher bewerten, und wie sie es nach einigen Jahren rückblickend bewerten. Soweit haben wir eigentlich doch nur deine Seite des Ganzen zu lesen bekommen. Nun wirst du uns natürlich keine Kontakte zu den miteinbezogenen Mädchen herstellen können, aber es wäre schon viel, wenn du uns, natürlich möglichst ehrlich, einen Begriff von den Reaktionen, Aeusserungen, Kommentare der Mädchen geben könntest.

    Gruss, montebasso.

  3. Daniel schreibt:

    Also Rita, was soll diese Penetrationspanik. Es gibt auch Frauen, die penetrierenden Sex haben wollen und auch Kinder gebähren wollen. Wenn Dir das missfällt, dann soll es so sein. Aber was ist, wenn eine „Deine“ Mädchen eigene Kinder haben wollen? Wie wäre es, die Entscheidung einfach ihnen zu überlassen?

    • Rita schreibt:

      Daniel

      Findest du 8 Milliarden Menschen auf der Erde zuwenig? Nach deiner Meinung also müssen alle Mädchen penetriert-schwanger werden.
      Hast du auch schon mal an das Überbevölkerungsproblem gedacht? Laut Experten war die Erdbevölkerung über tausende Jahren nicht mehr als 2 Milliarden. Und die letzte 100 Jahren ungefähr, also von 1920 bis heute haben wir plötzlich ein rassantes Wachstum und heute sind wir über 8 Milliarden. Denke mal auch das: Je mehr Leute an einem Ort gibts um so mehr die Probleme wachsen, das ist eine mathematische Gewissheit. Macht dir es wirklich keine Sorgen? Bist du dir absolut sicher, dass deine Kinder irgendwann eine Altersrente erhalten? Oder künftig einen gut bezahlten Jop kriegen? Was ist mit dem Keiserschnitt? Ist das wirklich so cool und easy? Was ist mit den Frauen die schon mal abgetrieben haben? Hast du schon mal eine gefragt wie sich das anfühlte ? Es war nicht so coole Sache, wird fast jede darauf antworten, die es hinter sich hat, glaube ich. Und was sagst du über die Statistik von Jungendkriminalität? War sie früher genau so hoch wie heute? Waren generell die Leute in den 50er oder 60er Jahren genau so frech, aggressiv und brutal wie heute? Ich glaube nicht, oder? Wie ist es mit dem Klimawandel? Wird es eine nachhaltige Lösung geben indem die Weltbevölkerung von 8 Milliarden auf 10 oder 20 Milliarden wächst? Oder ist es nicht so, dass man eigentlich sich darüber nicht viel Gedanken macht und Hauptsache Kinder her, „kostet was es wolle?“

      Martin: Ich bin gespannt wie locker und easy Mädchen darauf reagieren würden wenn man/frau denen gleich von Anfang an die ganze Wahrheit sagt/ bzw denen ALLES zeigt. Z.b wie eine Jungfrau defloriert wird- ganz besonders mit einem Penis von ca. 23cm Länge und ca. 5cm Durchmesser-, wie ein Kind geboren wird und wie es erzogen wird. Kriegen wirklich alle Mödchen Glückshormonen damit? Ich bezweifle es.

      • Martin Montebasso schreibt:

        Hallo Rita,
        Danke für deinen Kommentar. Zu deiner Frage, wie sich für Mädchen ihre Penetration anfühlt: nun, ich denke, halt eben verschieden. Wichtig ist wohl, dass sie dazu wirklich, innerlich bereit sind. Wobei ich da jetzt von Mädchen rede, die das nötige Alter erreicht haben. Das erste Mal muss das keineswegs sehr grosse Schmerzen bereiten, manchmal geht es sogar ganz ohne. Und wenn nicht, so winkt das zweite Mal mit besseren Ergebnissen. Aber du schuldest uns noch die Antwort, wie es sich denn mit den „Glückshormonen“ (dein Ausdruck) verhält bei den Mädchen, die – unter dem gesetzlichen Zustimmungsalter – ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit einer Frau machen.

      • Daniel schreibt:

        In Deutschland macht man sich ja gerade die größten Sorgen, dass man aussterben könnte. Ich finde das angesichts der Weltbevölkerungszahlen auch etwas merkwürdig. Von daher könnte man die Penetrationsraten ruhig etwas zurückfahren. Wenn man aber auf die individuelle Bedürfnisse schaut, dann bleibt paradoxerweise festzustellen, dass die Reproduktionsmedizin zunehmend nachgefragt ist und sowohl Männer wie Frauen oft vom sexuellen Penetrationsgedanken geprägt sind. Ich möchte dann einerseits anderen nicht vorschreiben, was sie sexuell machen sollen. Aber vielleicht hast Du recht, dass es auch in Hinsicht auf Reproduktion und auf Sexualität einen gesellschaftlichen Wahrnehmungswandel geben könnte, der Menschen auch alternative Sexual-. und Reproduktionsziele nahelegen könnte. Ich bin beispielsweise nicht sonderlich auf Penetration hin orientiert. Das mit der Kriminalität unterliegt, glaube ich, einer falschen Wahrnehmung. Gewaltkriminalität hat beispielsweise seit den Nachkriegsjahren einen (weitgehend) stetigen Abstieg erfahren. So gibt es heute etwas viel weniger Sexualmorde als in den 60er Jahren. Ich stimme Dir aber zu, dass das öffentliche Verhalten von Menschen zu großen Teilen sehr unerfreulich ist. Der Verhaltenskodes hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte geändert. Es gibt weniger Distanz zwischen privatem Verhalten und öffentlichem Verhalten: Man sieht eine Zunahme von Vandalismus; die Leute legen in den Zügen ungehemmt ihre Schuhe auf die Sitze und lärmen mit MP3-Spielern herum. Waren die Teilnehmer von Rudi Carrells „laufenden Band“ in den frühen 70er Jahren noch sehr gehemmt und medienscheu, präsentieren Leute heute ihr Privatestes hemmungslos bei Talkshows. Fremde in der Öffentlichkeit mit den eigenen Belangen ungehemmt zu konfrontieren hat im übertragenden Sinne auch etwas penetratives, in dem Sinne dass man damit in den privaten Raum des anderen ungefragt störend hineingreift. Insifern finde ich Deine Penetrationskritik in der Tat bedenkenswert.

  4. nö nö leute,lasst mal bitte schön eure immerfortwährenden wissenschaftlichkeitsschwadrone aussen vor. die „kanalratten“ waren zumindest am schluss eine g e m i s c h t geschlechtliche gruppe, Sie nutzten grundsatztexte, die auch in der indianerkommune genutzt und teilweise – wie auch das „manifest“ – „vorgeschrieben“ waren, nur angewandt auf ihr geschlecht. Daneben gab es aber auch authentische berichte, zum beispiel in der mir vorliegenden „kanalrattenzeitung“, die historisches zeugnis ablegen von ihren a u t o n o m e n kämpfen, die aber nicht so weit gingen, dass sie die vermeintlich und evtl. auch real pädophilen männer – sondern eher die schwulen u n d heterro mackerinen und macker in grund und boden kritisierten. Aus diesem grunde empfinde ich die plusminus aufteilung von rita, quasi die „weltbewahrenden“ liebesstrukturen nach biologistischen geschlechtsmerkmalen voll daneben. Das kommt hier so rüber, als ob die liebevolle spezies unter den männlichen kinderliebenden voll ausgestorben wäre

    http://indianerkommune-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=25&t=228&p=469&sid=0598abc408ea4355db63af19d13242f3#p469

  5. Kim schreibt:

    Nö, nö Leute. Jetzt werdet plötzlich Moralaposteln-sehr lustig.

    Wenn schwere Milliardere, z.B. die reichste Saudis Araber, Kindern unter 13 Jahren aus ehem. Ostblock-Länder kaufen, dann spielt das gesetzliche Zustimmungsalter keine Rolle mehr. Das Gesetz gilt eigentlich für die diejenigen, die nicht zu der Liste der Super-Reichen gehören.

    Martin Montebasso. Du hast uns noch nicht gesagt, was Du gegen Politiker, Wissenschaftlern, intellektuelle Leute und Multimilliardären unternehmen willst, wenn die Kinder aus Deutschland kaufen würden. Willst Du dich mit allen denen anlegen?
    Wenn ja, wie denn? Etwa mit dem gesetzlichen Zustimmungsalter von Deutschland?

    Dann muss ich ganz aber laut lachen. Hahahaha, hohohoho, hahahahahahahahahahahaha

    • Martin Montebasso schreibt:

      Danke, Kim, für deinen Kommentar. Zu deiner Frage (oder deinem Einwand, oder Vorwurf, oder Spott): Ich persönlich werde wohl nie Hinweise auf einen solchen Handel bekommen. Falls doch, würde ich schlicht die Polizei verständigen. An der liegt es, etwas zu unternehmen, dazu ist sie da. Wobei das gesetzliche Zustimmungsalter bei Kinderhandel nur zweitrangig eine Rolle spielt. In erster Linie ginge es da rechtlich um Menschenhandel. Auch wenn das Kind dann erst in Saudi-A. oder wo immer sexuell missbraucht würde – wenn es aus D verkauft wird, so ist jemand in D, der es verkauft oder geraubt hat. Und der wäre polizeilich zu ermitteln und dann vor Gericht zu stellen. Das Problem liegt da wohl nicht in der gesetzlichen Zuständigkeit – das Gesetz greift da schon -, nur könnte die Ermittlung sich schwierig gestalten.

      Aber warum eigentlich diese Frage? Drängt die sich irgendwie auf im Anschluss an das obige Manifest?

      • Kim schreibt:

        Aha. „Nur könnte die Ermittlung sich schwierig gestalten“.

        Danke für Dein Geständnis.

  6. Martin Montebasso schreibt:

    Geständnis? Inwiefern sollte das ein Geständnis sein. Ich habe dir im fraglichen Punkt recht gegeben, das ist alles. Aber warum ist das überhaupt so ein Punkt? Vor allem: warum hier, im Anhang an diesen Blogbeitrag über pädophile Lesben? Diese Frage hast du mir noch immer nicht beantwortet. Ferner: Worauf möchtest du eigentlich anspielen? Du trittst hier so auf, wie wenn Du über unterdrücktes Wissen in einem allseits vermuteten, aber irgendwie verheimlichten Dauerskandal verfügen würdest. Worauf willst Du hinaus?

  7. Pholym schreibt:

    Hat dies auf Pholym rebloggt.

  8. Alina schreibt:

    Natürlich ist es in einer Gesellschaft willkürlich, wo man die Altersgrenze für Pädophilie festlegt: 21,18, 16 oder sonstwo… aber eines dürfte doch klar sein: Häufig kommt es durch Pädophile zu Übergriffen, die nicht beidseits gewollt sind und das gilt es gesellschaftlich zu ändern

    • Martin Montebasso schreibt:

      Man ist dabei, das zu ändern, auf verschiedenen Wegen. Danke für deinen Kommentar.

    • Sascha schreibt:

      Nein, es ist überhaupt nicht klar. Und außerdem sind Sonderparagraphen für Sex mit Kindern auch nicht nötig, denn Sex, der nicht gewollt ist, ist ja auch unter Erwachsenen verboten.

      • Martin Montebasso schreibt:

        Aus juristischer Sicht ist es so, dass das Kind nicht rechtlich gültig zustimmen kann. Genau so wenig, wie es einen Vertrag abschliessen kann. In dem Moment ist aber auch ein allfälliges ‚Ja‘ des Kindes nicht gültig. Der Gesetzgeber springt hier gewissermassen in die Lücke und sagt definitiv ‚Nein‘ an Stelle des Kindes. Der Gesetzgeber geht also nicht davon aus, dass Sex mit einem Kind sich in jedem Fall nur durch Missachtung seines Willens zustande komme.

        In der Praxis wird die Möglichkeit der Zustimmung eines Kindes aber durchaus in die Strafabwägung einbezogen, allerdings altersabhängig. Nach 12 kann es eine Rolle spielen, wenn das Kind vor Gericht versichert, den Sex gewollt zu haben und in den Angeklagten verliebt gewesen zu sein (wenn auch dessen Alter eher unter oder kaum über 20 liegt). Bei Penetration, was automatisch die Einstufung als schwerer Kindesmissbrauch zur Folge hat, kann dann der Richter den „minderschweren Fall“ des schweren Missbrauchs heranziehen, womit eine mildere Bestrafung möglich wird, als sie sonst beim schweren K.missbr. zur Verfügung steht.

        Ferner ist diese Argumentation von dir „…Sex, der nicht gewollt ist, ist ja auch unter Erwachsenen verboten.“ gut gedacht (und wohl im Prinzip juristisch richtig), war aber in D mindestens bis vor kurzem in der juristischen Praxis eben nicht so klar. Das musste manche Frau mit Vergewaltigungserfahrung, die den Gerichtsweg ging, tragisch erkennen. Wenn der Täter behauptete, keine klaren Signale der Ablehnung bemerkt zu haben, und wenn die Frau keine eindeutigen physischen Spuren vorweisen konnte, so hatte der Mann gute Chancen, mit einem Freispruch zweiter Klasse davon zu kommen. Oft half die Behauptung, Signale der Ablehnung als Koketterie verstanden zu haben, mit dem die Frau ihn zum Sex provozieren wollte. Auf eine solche Schutzbehauptung muss der Richter bei Missbrauch eines Kindes überhaupt nicht eintreten, und er wird es auch kaum, da Sex hier eben schlankweg verboten ist. Deshalb gibt es eigene Strafnormen für Sex mit Kindern. Es ist so besser geschützt.

  9. Clara schreibt:

    Die Definition von lesbischen Pädophile finde ich interessant.

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